Kategorie: Kommentare

Vereinigung der Arbeitsgemeinschaften für Katholische Theologie: Erklärung angesichts des Überfalls auf die Synagoge in Halle

Vereinigung der Arbeitsgemeinschaften für Katholische Theologie: Erklärung angesichts des Überfalls auf die Synagoge in Halle

Die Vereinigung der Arbeitsgemeinschaften für Katholische Theologie hat Stellung zum Überfall auf eine Synagoge in Halle am 9. Oktober bezogen. Professorinnen und Professoren der katholischen Theologie sehen sich demnach in der Verantwortung “antijüdische Denkmuster […] aufzudecken und zu widerlegen.” Die vollständige Erklärung der Vereinigung, der Prof. Dr. Norbert Clemens Baumgart als stellvertretender Vorsitzender angehört, lesen Sie hier.

Gemeinschaftlich, örtlich, situativ: Die Statistik der katholischen Kirche provoziert Nachfragen zum Gottesdienst

Gemeinschaftlich, örtlich, situativ: Die Statistik der katholischen Kirche provoziert Nachfragen zum Gottesdienst

Im Durchschnitt haben nicht einmal 10% aller Katholikinnen und Katholiken in Deutschland zuletzt den Gottesdienst am Sonntag besucht. Eine solch geringe Zahl gibt Anlass dazu, über den Charakter liturgischer Feiern neu zu verhandeln, befindet Prof. Dr. Benedikt Kranemann. Für THEOLOGIE AKTUELL kommentiert er, welcher Form der Gottesdienst in einer pluralen Gesellschaft bedarf und wie die Liturgie damit zur Erneuerung der katholischen Kirche beitragen muss.

“Nicht nur die Praxis, auch die Theorie muss auf den Prüfstand”​: Kommentar auf den synodalen Weg und das Reformpotential der katholischen Kirche

“Nicht nur die Praxis, auch die Theorie muss auf den Prüfstand”​: Kommentar auf den synodalen Weg und das Reformpotential der katholischen Kirche

Die katholische Kirche hat ein Imageproblem. Selbiges kostet sie nicht nur Mitglieder, sondern auch Glaubwürdigkeit. Als Reaktion auf den Missbrauchsskandal hat die deutsche Bischofsversammlung im Frühjahr 2019 den sogenannten “synodalen Weg” beschlossen. Er soll Reformprozesse anstoßen und damit zur Erneuerung der katholischen Kirche in Deutschland beitragen. Vorbereitet wird er derzeit durch mehrere Arbeitskreise, die sich einschlägigen Themen wie Sexualmoral, Priesterliche Lebensform und Frauen in Diensten und Ämtern der Kirche widmen. Am Arbeitskreis zum Thema “Macht, Partizipation und Gewaltenteilung” ist auch die Erfurter Dogmatikerin, Prof. Dr. Julia Knop, beteiligt. Für THEOLOGIE AKTUELL hat sie über Chancen des synodalen Weges sowie das Reformpotential der katholischen Kirche in Deutschland nachgedacht.

“Unser Erfurt, unsere Regeln” – ein Kommentar zum Wahlkampfplakat der AfD

“Unser Erfurt, unsere Regeln” – ein Kommentar zum Wahlkampfplakat der AfD

Am kommenden Sonntag wählen die Thüringer Kommunen ihre Stadt- und Gemeinderäte. Der Wahlkampf dafür läuft auf Hochtouren – mit teils hochproblematischen Botschaften, findet Dr. Martin Fischer, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Forschungsstelle für kirchliche Zeitgeschichte Erfurt (FKZE). Seine Aufmerksamkeit hat insbesondere ein Wahlplakat der “Alternative für Deutschland” erregt: Es trägt die Aufschrift “Unser Erfurt, unsere Regeln!” und zeigt eine durchgestrichene Moschee.

Arme Geschichte! Gedanken über “Vogelschiss” und Erinnerungskultur im Dienst politischer Stimmungsmache

Arme Geschichte! Gedanken über “Vogelschiss” und Erinnerungskultur im Dienst politischer Stimmungsmache

Die AfD und die Bewältigung deutscher NS-Geschichte – beides in Einklang zu bringen scheint schwierig. Erst jüngst haben Abgeordnete der “Alternative für Deutschland” bei einer Gedenkveranstaltung für Opfer des NS-Terrors den Bayrischen Landtag verlassen, nachdem Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, erklärte, die Partei stehe für sie „nicht auf dem Boden unserer demokratischen Verfassung “. Damit reißen neuerlich Wunden auf, die der Parteivorsitzende Alexander Gauland im vergangenen Sommer mit seinem Kommentar, Hitler und die Nazis seien „nur ein Vogelschiss in der deutschen Geschichte“, geschlagen hatte. Unseren Kirchenhistoriker, Prof. Dr. Jörg Seiler, beschäftigt diese Bemerkung bis heute intensiv. Im Folgenden erläutert er, wieso.

Ein “Orientierungsmaßstab”: Politikempfehlungen der christlichen Sozialethik

Ein “Orientierungsmaßstab”: Politikempfehlungen der christlichen Sozialethik

Im November 2018 laden die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Erfurt und das Katholische Forum im Land Thüringen erstmals zu ihrer neuen Veranstaltungsreihe “Theologie im Gespräch” ein. Am Vorabend des Wahljahres 2019 wollen Theolog*innen, Politiker*innen und Bürger*innen über die Frage “In was für einer Welt wollen wir leben?” ins Gespräch kommen und dabei die Perspektiven einer Gesellschaft im Wandel reflektieren. Für THEOLOGIE AKTUELL hat die Theologin und Diskussionsteilnehmerin Prof. Dr. Elke Mack bereits vorab festgehalten, welche sozialethischen Anforderungen sie an politische Akteur*innen und ihre Parteien stellt.

“Kirche braucht ein echtes und aufrechtes mea culpa” – Machtmissbrauch und Reformbedarf in der katholischen Kirche

“Kirche braucht ein echtes und aufrechtes mea culpa” – Machtmissbrauch und Reformbedarf in der katholischen Kirche

„Um uns ist und wird es dunkel, und Finsternis bedeckt die Erde“, befindet Prof. Dr. Dr. Thomas Johann Bauer, Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Erfurt, über die aktuelle weltpolitische Lage. In seiner Ansprache anlässlich der Eröffnung des neuen Wintersemesters wandte sich Bauer insbesondere an alle Studienanfängerinnen und -anfänger. Er formulierte die Hoffnung, sie mögen zu „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wahrheit werden und zu mutigen Streiterinnen und Streitern mitten in der Finsternis des Irrtums und der Lüge.“ Bauer verwies dabei sowohl auf politischer als auch auf kirchlicher Bühne auf Strukturverfall und akuten Reformbedarf.

“Jeder kann in eine Notlage geraten” – Plädoyer für die Widerspruchsregelung bei Organspenden

“Jeder kann in eine Notlage geraten” – Plädoyer für die Widerspruchsregelung bei Organspenden

Die Deutschen spenden nur zögerlich ihre Organe. Von einer Million stellen sich hierzulande nur knapp 10 Menschen der Medizin zur Verfügung – zu wenige für die 10.000 Patient*innen auf den Wartelisten. Dem will Gesundheitsminister Jens Spahn mit seinem Entwurf zur Widerspruchslösung entgegenwirken. Die Deutsche Bischofskonferenz sowie das Zentralkomitee der Deutschen Katholiken kritisieren die Idee. Adrian Magnucki, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Sozialethik an der Universität Erfurt und selbst Organempfänger, plädiert für den Vorschlag. Nur so ließen sich die Potentiale der Organspende optimal nutzen.

“Eine Kirche ohne Sendung, ohne Auftrag ist zahnlos”

“Eine Kirche ohne Sendung, ohne Auftrag ist zahnlos”

Seit kurzem hat die Kirche Deutschlands den Missionsbegriff neu entdeckt. Mit den Herausforderungen und Rahmenbedingungen des Missionsverständnisses in einer säkularen und/oder atheistischen Kultur, setzte sich im Sommersemester 2018 auch das Seminar „Missionarische Pastoral“ an der Universität Erfurt auseinander. Hans-Herrmann Pompe vom EKD-Zentrum für Mission in der Region Dortmund war dafür am 3. Juli als Fachreferent zu Gast in Erfurt. Für THEOLOGIE AKTUELL legt er sein Verständnis von Mission dar und spricht über aktuelle Probleme der Kirche im Sendungsauftrag.