Kategorie: Forschung und Wissenschaft

“Vom Potential des scheinbar Fremden” – Förderpreis der Fakultät 2019 an Lukas Hennecke verliehen

“Vom Potential des scheinbar Fremden” – Förderpreis der Fakultät 2019 an Lukas Hennecke verliehen

Im Rahmen ihres Patronatsfestes “Albertus Magnus” hat die Katholisch-Theologische Fakultät auch in diesem Jahr wieder ihren Förderpreis verliehen. Ausgezeichnet wurde Lukas Hennecke für seine Magisterarbeit zum Thema “Einheit in Synodalität? – Römisch-katholisch/orthodoxer Dialog zu Kirche und Kircheneinheit”. Für THEOLOGIE AKTUELL resümiert der Preisträger die Ergebnisse seiner Arbeit. Weiterhin sehen Sie hier die Preisverleihung im Video.

Berater, statt Wächter: Prof. Dr. Josef Römelt über die Aufgabe Klinischer Ethikkomitees

Berater, statt Wächter: Prof. Dr. Josef Römelt über die Aufgabe Klinischer Ethikkomitees

Wer medizinische Fragen diskutiert kommt häufig nicht umhin sich auch mit Belangen der Moral und Ethik auseinanderzusetzen. Die Frage danach, was Ärztinnen und Ärzte dürfen – und was nicht – schürt dabei schnell Verunsicherung. Prof. Dr. Josef Römelt, Moraltheologe an der Universität Erfurt, berät als Mitglied verschiedener Klinischer Ethikkomitees die Krankenhäuser der Stadt Erfurt und ihr Personal in eben solchen Fällen. Für THEOLOGIE AKTUELL berichtet er von seiner Arbeit.

War Jesus von Nazaret verheiratet? – Das “Evangelium von der Ehefrau Jesu” und die Rolle der Frau in der frühen Jesus-Bewegung

War Jesus von Nazaret verheiratet? – Das “Evangelium von der Ehefrau Jesu” und die Rolle der Frau in der frühen Jesus-Bewegung

Auch im Blick auf Jesus von Nazaret und die Anfänge der Kirche sind Verschwörungstheorien beliebt. Im Zentrum solcher Theorien und Spekulationen stehen oft sogenannte “apokryphe Evangelien”. Die geläufige Bezeichnung als “apokryph” (d.h. geheim oder verborgen) mag bereits Anlass für das Urteil sein, dass sich in diesen Texten eine geheime und unterdrückte “Wahrheit” finden lasse. Dies betrifft insbesondere auch die Frage nach der Rolle der Frau in der frühen Jesus-Bewegung. Unter diesem Vorzeichen fand in den letzten Jahren ein Text Aufmerksamkeit, der unter dem vielversprechenden Titel “Evangelium von der Ehefrau Jesu” publiziert wurde. Über Inhalt und Bedeutung des Textes, schreibt Prof. Dr. Dr. Thomas Johann Bauer.

Vereinigung der Arbeitsgemeinschaften für Katholische Theologie: Erklärung angesichts des Überfalls auf die Synagoge in Halle

Vereinigung der Arbeitsgemeinschaften für Katholische Theologie: Erklärung angesichts des Überfalls auf die Synagoge in Halle

Die Vereinigung der Arbeitsgemeinschaften für Katholische Theologie hat Stellung zum Überfall auf eine Synagoge in Halle am 9. Oktober bezogen. Professorinnen und Professoren der katholischen Theologie sehen sich demnach in der Verantwortung “antijüdische Denkmuster […] aufzudecken und zu widerlegen.” Die vollständige Erklärung der Vereinigung, der Prof. Dr. Norbert Clemens Baumgart als stellvertretender Vorsitzender angehört, lesen Sie hier.

Jenseits einfacher Schablonen: Religion und komplexe Identitätsbildung

Jenseits einfacher Schablonen: Religion und komplexe Identitätsbildung

Bei den diesjährigen Salzburger Hochschulwochen ist Dominique-Marcel Kosack, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Dogmatik an der Universität Erfurt, mit dem ersten Publikumspreis ausgezeichnet worden. In seinem Vortrag ging er der Frage nach, welchen Einfluss Religion auf die individuelle Identitätsbildung habe und kam zu dem Schluss: “Religiöse Anschauung liefert keine Schablone für die Ausbildung fester Identitäten.” Für THEOLOGIE AKTUELL legt er seine Überlegungen nochmals dar.

Keine Krise der Kirche, sondern eine Krise des Evangeliums – Erich-Kleineidam-Preis 2018 an Jan Loffeld verliehen

Keine Krise der Kirche, sondern eine Krise des Evangeliums – Erich-Kleineidam-Preis 2018 an Jan Loffeld verliehen

Die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Erfurt hat den Erich-Kleineidam-Preis 2018 an Prof. Dr. Jan Loffeld verliehen. Der Pastoraltheologe erhielt den Preis für seine Habiliationsschrift “Der nicht notwendige Gott. Die Erlösungsdimension als Krise und Kairos des Christentums inmitten seines säkularen Bedeutungsverlustes”. Die Übergabe der Auszeichnung erfolgte am 2. Juli im Rahmen seiner Habilitationsvorlesung zum Thema “‘Dem Volk auf`s Maul schauen!” (Martin Luther) Heterogenität und Solidarität als wichtige Navigationskoordinaten des ‘synodalen Weges'”.

Die Ehe – ein ganz spezieller Fall: Theologische Perspektiven und aktuelle Fragen zur Sakramentalität der Ehe

Die Ehe – ein ganz spezieller Fall: Theologische Perspektiven und aktuelle Fragen zur Sakramentalität der Ehe

Am 2. Juli feierte das Interdiözesane Offizialat Erfurt sein 40-jähriges Bestehen. Als Kirchengericht beschäftigt sich das Offizialat mit der Annullierung ehelicher Beziehungen, denn eine “Scheidung” der Ehe, die nach den Grundsätzen der katholischen Kirche als Sakrament gilt, ist nicht möglich. Die Professur für Dogmatik der Universität Erfurt, unter Leitung von Prof. Dr. Julia Knop, nahm das Jubiläum zum Anlass für einen Studientag. Er warf theologische Schlaglichter auf die Sakramentalität der Ehe und fragte nach den Bedingungen für ein zeitgemäßes kirchliches Eheverständnis.

“Der perfekte Mensch ist der Mensch, der verletzlich ist”: Prof. Dr. Roman Globokar zu Gast am Theologischen Forschungskolleg

“Der perfekte Mensch ist der Mensch, der verletzlich ist”: Prof. Dr. Roman Globokar zu Gast am Theologischen Forschungskolleg

Seit dem 17. Juni hat das Theologische Forschungskolleg der Universität Erfurt einen neuen Fellow: Prof. Dr. Roman Globokar aus Ljubljana forscht als Gastwissenschaftler zum Thema Transhumanismus. Er betrachtet Risiken, die mit der „Verbesserung“ des Menschen durch biotechnologischen Fortschritt einhergehen. In Erfurt sucht der Moraltheologe und Sozialethiker nun den fachlichen Austausch mit Kolleginnen und Kollegen des Max-Weber-Kollegs sowie der Katholisch-Theologischen Fakultät.

Gedenken an SED-Unrecht: Wie wurden Christinnen und Christen in der DDR diskriminiert?

Gedenken an SED-Unrecht: Wie wurden Christinnen und Christen in der DDR diskriminiert?

Am heutigen 17. Juni gedenkt Thüringen der Opfer des SED-Unrechts. Damit soll an all jene erinnert werden, die im “Arbeiter-und-Bauern-Staat” unter Repressalien und Diskriminierung zu leiden hatten. Davon betroffen waren auch Christinnen und Christen. Bis heute stellen sie, auch in Folge der kirchenfeindlichen Politik der Sozialistischen Einheitspartei, eine Minderheit in den neuen Bundesländern dar. Wie genau gestaltete sich die Diskriminierung und was tut die Forschung heute dafür, dieses Unrecht aufzuarbeiten? Darüber hat Dr. Martin Fischer, Kirchenhistoriker an der Forschungsstelle für kirchliche Zeitgeschichte an der Universität Erfurt (FKZE), für THEOLOGIE AKTUELL nachgedacht.

“Europa ist auch eine Chance für die Kirchen” – Internationale Tagung zum Thema “Das Christentum und die europäische Idee heute”

“Europa ist auch eine Chance für die Kirchen” – Internationale Tagung zum Thema “Das Christentum und die europäische Idee heute”

Als Projekt des Friedens und der Völkerverständigung erbaut, hat die europäische Union durchaus christliche Wurzeln. Doch gerade in Mittel- und Osteuropa scheint sich die katholische Kirche stellenweise zunehmend von Europa zu entfremden. Zu diesem Schluss kamen jüngst die Organisator*innen einer internationalen Tagung in Belgien: Prof. Dr. Walter Lesch aus Louvain-la-Neuve sowie von Erfurter Seite das Leitungsteam des Theologischen Forschungskollegs, Prof. Dr. Julia Knop, Prof. Dr. Benedikt Kranemann, Prof. Dr. Jörg Seiler und Dr. Sebastian Holzbrecher. Was kann die katholische Kirche aus der weltanschaulichen Vielfalt Europas lernen – und welchen aktiven Beitrag kann sie in Europa einbringen?