Kategorie: Politik und Kultur

“Als theologische Fakultät ist uns das nicht egal” – Prof. Dr. Jörg Seiler ruft zum Widerstand gegen “Demagogie und faschistoide Denkweise” auf

“Als theologische Fakultät ist uns das nicht egal” – Prof. Dr. Jörg Seiler ruft zum Widerstand gegen “Demagogie und faschistoide Denkweise” auf

Am 15. November – nur wenige Tage nach dem 30. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer – feierte die Katholisch-Theologische Fakultät zusammen mit dem Priesterseminar ihr Patronatsfest „Albertus Magnus“. In seinem Grußwort erinnerte der Dekan der Fakultät, Prof. Dr. Jörg Seiler, an „mutige und starke Menschen [die sich] in der Friedlichen Revolution […] in die europäische und Weltgeschichte eingeschrieben“ hatten. Im Kontext aktueller politischer Stimmungen rief er weiterhin zum Widerstand gegen “Demagogie und faschistoide Denkweise” auf. Den entsprechenden Auszug aus seinem Grußwort können Sie hier im Wortlaut nachlesen (inkl. Video).

Stolz, aber wachsam – “Theologie im Gespräch mit Politik” fragt nach dem Erbe der “Friedlichen Revolution”

Stolz, aber wachsam – “Theologie im Gespräch mit Politik” fragt nach dem Erbe der “Friedlichen Revolution”

Dreißig Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer stellte sich die Veranstaltungsreihe „Theologie im Gespräch mit Politik“, eine Kooperationsveranstaltung der Katholisch-Theologischen Fakultät und des Katholischen Forums im Land Thüringen, mit zwei Podiumsdiskussionen der Frage: Was bleibt von der Friedlichen Revolution? Was von den Gesprächen am 30. Oktober sowie 13. November bleibt ist ein Appell: Mehr Stolz, mehr Engagement, weniger Angst! Ein Rückblick.

Berater, statt Wächter: Prof. Dr. Josef Römelt über die Aufgabe Klinischer Ethikkomitees

Berater, statt Wächter: Prof. Dr. Josef Römelt über die Aufgabe Klinischer Ethikkomitees

Wer medizinische Fragen diskutiert kommt häufig nicht umhin sich auch mit Belangen der Moral und Ethik auseinanderzusetzen. Die Frage danach, was Ärztinnen und Ärzte dürfen – und was nicht – schürt dabei schnell Verunsicherung. Prof. Dr. Josef Römelt, Moraltheologe an der Universität Erfurt, berät als Mitglied verschiedener Klinischer Ethikkomitees die Krankenhäuser der Stadt Erfurt und ihr Personal in eben solchen Fällen. Für THEOLOGIE AKTUELL berichtet er von seiner Arbeit.

“Mein Herz ist mit Erfurt verbunden” – Tomáš Halík erhält Bundesverdienstkreuz

“Mein Herz ist mit Erfurt verbunden” – Tomáš Halík erhält Bundesverdienstkreuz

Dem tschechischen Theologen Prof. Dr. Tomáš Halík ist am 21. Oktober in der deutschen Botschaft in Prag das Bundesverdienstkreuz erster Klasse verliehen worden. Halík hatte 1978 in Erfurt die geheime Priesterweihe empfangen. Seit 2014 ist er außerdem Ehrendoktor der Universität Erfurt. Für “Theologie Aktuell” erinnert sich Prof. Dr. Michael Gabel an einen außergewöhnlichen Theologen sowie dessen Verbundenheit mit Erfurt.

Vereinigung der Arbeitsgemeinschaften für Katholische Theologie: Erklärung angesichts des Überfalls auf die Synagoge in Halle

Vereinigung der Arbeitsgemeinschaften für Katholische Theologie: Erklärung angesichts des Überfalls auf die Synagoge in Halle

Die Vereinigung der Arbeitsgemeinschaften für Katholische Theologie hat Stellung zum Überfall auf eine Synagoge in Halle am 9. Oktober bezogen. Professorinnen und Professoren der katholischen Theologie sehen sich demnach in der Verantwortung “antijüdische Denkmuster […] aufzudecken und zu widerlegen.” Die vollständige Erklärung der Vereinigung, der Prof. Dr. Norbert Clemens Baumgart als stellvertretender Vorsitzender angehört, lesen Sie hier.

“Viele sprachen vielleicht das erste Mal in ihrem Leben ein Vaterunser”: Die Bedeutung der Friedensgebete für die Friedliche Revolution 1989

“Viele sprachen vielleicht das erste Mal in ihrem Leben ein Vaterunser”: Die Bedeutung der Friedensgebete für die Friedliche Revolution 1989

Heute vor 30 Jahren gingen mehr als 70.000 Menschen in Leipzig auf die Straße, um gegen die SED-Diktatur im “Arbeiter-und-Bauern-Staat” zu protestieren. Die Geschichte der sogenannten „Montagsdemonstrationen“ ist dabei untrennbar mit den “Friedensgebeten” verbunden, die bereits seit den frühen 1980er-Jahren in der Leipziger Nikolaikirche stattfanden. Tausende Menschen nahmen an ihnen teil – viele davon keine Christinnen und Christen. Doch warum? Was sprach Menschen ohne jegliches religiöse Bekenntnis an dem Konzept der Friedensgebete an? Wie wurden sie gestaltet, um auch kirchenfernen Menschen die Teilhabe zu ermöglichen? Und welche Rolle haben damit die christlichen Kirchen in der Friedlichen Revolution insgesamt gespielt? Darüber schreibt Dr. Martin Fischer, Kirchenhistoriker an der Forschungsstelle für kirchliche Zeitgeschichte an der Universität Erfurt (FKZE), im folgenden Beitrag.

An Gegenwart und Zukunft mitbauen: Katholisch-Theologische Fakultät gratuliert zu 25 Jahren Bistum Erfurt

An Gegenwart und Zukunft mitbauen: Katholisch-Theologische Fakultät gratuliert zu 25 Jahren Bistum Erfurt

Nicht nur die Universität Erfurt feiert 2019 ihr 25-jähriges Bestehen. Auch das Bistum Erfurt blickt in diesem Jahr auf seine Gründung vor exakt einem Vierteljahrhundert zurück: Am 14. Juni 1994 wurde durch einen Vertrag zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Freistaat Thüringen der rechtliche Grundstein zur Bistumsgründung gelegt. Wenige Wochen darauf, am 8. Juli, folgte die offizielle Erhebung des zuvor Bischöflichen Amtes Erfurt-Meinungen zum Bistum Erfurt durch die Apostolische Konstitution Quo aptius. Prof. Dr. Dr. Thomas Johann Bauer, Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät, gratulierte Bischof Dr. Ulrich Neymeyr zu diesem Anlass kürzlich in einem Glückwunschschreiben.

Gedenken an SED-Unrecht: Wie wurden Christinnen und Christen in der DDR diskriminiert?

Gedenken an SED-Unrecht: Wie wurden Christinnen und Christen in der DDR diskriminiert?

Am heutigen 17. Juni gedenkt Thüringen der Opfer des SED-Unrechts. Damit soll an all jene erinnert werden, die im “Arbeiter-und-Bauern-Staat” unter Repressalien und Diskriminierung zu leiden hatten. Davon betroffen waren auch Christinnen und Christen. Bis heute stellen sie, auch in Folge der kirchenfeindlichen Politik der Sozialistischen Einheitspartei, eine Minderheit in den neuen Bundesländern dar. Wie genau gestaltete sich die Diskriminierung und was tut die Forschung heute dafür, dieses Unrecht aufzuarbeiten? Darüber hat Dr. Martin Fischer, Kirchenhistoriker an der Forschungsstelle für kirchliche Zeitgeschichte an der Universität Erfurt (FKZE), für THEOLOGIE AKTUELL nachgedacht.

Gott für alle und niemanden: Warum der weltanschaulich neutrale Staat religiöse Vielfalt fördert und fordert

Gott für alle und niemanden: Warum der weltanschaulich neutrale Staat religiöse Vielfalt fördert und fordert

Deutschland ist ein weltanschaulich neutraler Staat. Als solcher hat er ein vitales Interesse daran, religiöse Gemeinschaften zu fördern. Ein Widerspruch? Keinesfalls. Vielmehr eine logische Folge. Unter dem Titelthema “Nun sag, wie hast du’s mit der Religion?” widmeten sich die Erfurter Kreuzgang-Gespräche in diesem Jahr dem Verhältnis zwischen Staat und Kirche. Beleuchtet wurden die wechselseitigen Ansprüche sowie der demokratische Auftrag dieser Beziehung. Ein Rückblick.

“Unser Erfurt, unsere Regeln” – ein Kommentar zum Wahlkampfplakat der AfD

“Unser Erfurt, unsere Regeln” – ein Kommentar zum Wahlkampfplakat der AfD

Am kommenden Sonntag wählen die Thüringer Kommunen ihre Stadt- und Gemeinderäte. Der Wahlkampf dafür läuft auf Hochtouren – mit teils hochproblematischen Botschaften, findet Dr. Martin Fischer, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Forschungsstelle für kirchliche Zeitgeschichte Erfurt (FKZE). Seine Aufmerksamkeit hat insbesondere ein Wahlplakat der “Alternative für Deutschland” erregt: Es trägt die Aufschrift “Unser Erfurt, unsere Regeln!” und zeigt eine durchgestrichene Moschee.