In tiefer Not: Öffentliche Trauerfeiern, die Liturgie und die plurale Gesellschaft

In tiefer Not: Öffentliche Trauerfeiern, die Liturgie und die plurale Gesellschaft

“Not lehrt beten”, behauptet der Volksmund. Doch wie sehen diese Gebete aus, wenn sie nicht von einer in sich geschlossenen Glaubensgemeinschaft gesprochen werden? Wenn stattdessen Christen, Juden, Muslime und sogar Menschen ohne Glaubensbekenntnis im Gedenken zusammenkommen? Mit eben dieser Frage beschäftigt sich seit 2014 ein Forschungsprojekt an der Universität Erfurt. Für THEOLOGIE AKTUELL gibt Projektleiter Prof. Dr. Benedikt Kranemann Einblicke in die laufende Forschung zu den „disaster rituals“ und erläutert, wie sich kirchliche Liturgie angesichts einer pluralen Gesellschaft weiterentwickeln muss.

“Eine Kirche ohne Sendung, ohne Auftrag ist zahnlos”

“Eine Kirche ohne Sendung, ohne Auftrag ist zahnlos”

Seit kurzem hat die Kirche Deutschlands den Missionsbegriff neu entdeckt. Mit den Herausforderungen und Rahmenbedingungen des Missionsverständnisses in einer säkularen und/oder atheistischen Kultur, setzte sich im Sommersemester 2018 auch das Seminar „Missionarische Pastoral“ an der Universität Erfurt auseinander. Hans-Herrmann Pompe vom EKD-Zentrum für Mission in der Region Dortmund war dafür am 3. Juli als Fachreferent zu Gast in Erfurt. Für THEOLOGIE AKTUELL legt er sein Verständnis von Mission dar und spricht über aktuelle Probleme der Kirche im Sendungsauftrag.

Theologie in der Diaspora: Das “Forum Junge Theologie” startet in Erfurt

Theologie in der Diaspora: Das “Forum Junge Theologie” startet in Erfurt

Am 29. Juni trafen sich rund 30 Promovierende der katholischen, evangelischen und jüdischen Theologie aus Ostdeutschland in Erfurt, um einen ganzen Tag lang die besonderen Chancen theologischer Forschung in der religiösen Diaspora zu diskutieren, die eigenen Promotionsprojekte vorzustellen und sich miteinan-der auszutauschen. Es handelte sich um die Auftaktveranstaltung des „Forum Junge Theologie“, das, von Angehörigen der theologischen Institute und Fakultäten an den Universitäten Erfurt, Jena, Leipzig, Halle und Dresden ins Leben gerufen, künftig im Jahrestakt stattfinden und eine Plattform für fachliche Diskussion, Unterstützung und Vernetzung auf Promotionsebene bieten wird.

Wo werden Theologinnen und Theologen gebraucht?

Wo werden Theologinnen und Theologen gebraucht?

„Wo werden wir gebraucht?“ – Unter diesem Titel fand vom 22. bis 23. Juni im Franz-Hitze-Haus in Münster eine Tagung statt, an der auch Studierende der Universität Erfurt teilnahmen. Mit Studierenden und Promovierenden aus ganz Deutschland diskutierten Paula Greiner-Bär und Angelika Todtwalusch über zukünftige Perspektiven von Theologinnen und Theologen in Kirche und Gesellschaft. Für THEOLOGIE AKTULL fassen sie ihre Ergebnisse zusammen.

Forderung nach mehr “geistlicher Solidarität”

Forderung nach mehr “geistlicher Solidarität”

Runde Geburtstage laden dazu ein, Rückschau zu halten, Dank zu sagen und einen Blick auf die Zukunft zu werfen. Die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Erfurt hat den 70. Geburtstag von Prof. em. Dr. Josef Pilvousek, seit 2013 emeritierter Professor für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit, zum Anlass genommen, genau dies zu tun. Mit einem akademischen Festakt, der von Schüler*innen und Kolleg*innen vorbereitet wurde, ehrte die Fakultät am 20. Juni den emeritierten Kirchenhistoriker.

Liturgie und Recht: Einblicke in die aktuelle Ausgabe von “Theologie der Gegenwart” (2/2018)

Liturgie und Recht: Einblicke in die aktuelle Ausgabe von “Theologie der Gegenwart” (2/2018)

Gelegentlich treten in Bereich der Liturgie Spannungen in der Anwendung der kirchlichen Rechtsnormen auf. Die einen heben einen kompromisslosen Verkündigungsauftrag der Kirche hervor und verweigern den Empfang der Sakramente, die anderen betrachten die Fragestellungen aus der Perspektive des Seelenheils des Einzelnen und votieren für eine Spendung der Sakramente. Schließt das eine dem anderen wirklich aus? Wie sind abstrakte Normen und Anwendung im Einzelfall in Einklang zu bringen? Diesen und ähnlichen Fragen widmet sich die aktuelle Ausgabe der Schriftreihe „Theologie der Gegenwart“.

Ein Papst auf Augenhöhe: Gedanken zum Film „Papst Franziskus – ein Mann seines Wortes“ von Wim Wenders

Ein Papst auf Augenhöhe: Gedanken zum Film „Papst Franziskus – ein Mann seines Wortes“ von Wim Wenders

Seit dem 14. Juni läuft „Papst Franziskus – ein Mann seines Wortes“ in den deutschen Kinos. Der Dokumentarfilm von Starregisseur Wim Winders begleitet das Oberhaupt der Katholischen Kirche auf seinen meist wenig alltäglichen Wegen. Für THEOLOGIE AKTUELL hat Dr. Christian Bock, Pfarrer der katholischen Pfarrei „St. Franziskus von Assisi” aus Sömmerda, seine Gedanken zum Film zusammengefasst.

„Und Friede auf Erden?“ Kreuzgang-Gespräche 2018 thematisierten Krieg und Frieden

„Und Friede auf Erden?“ Kreuzgang-Gespräche 2018 thematisierten Krieg und Frieden

2018 steht im Zeichen von „Krieg und Frieden“, nämlich der Erinnerung an zwei der größten und blutigsten Kriege unserer Geschichte: Vor 400 Jahren brach der Dreißigjährige Krieg aus, während vor 100 Jahren der Erste Weltkrieg sein Ende fand. Im Gedenken an diese geschichtlichen Zäsuren stellten die traditionellen Kreuzgang-Gespräche – eine gemeinsame Veranstaltungsreihe der Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Erfurt und des Katholischen Forums im Land Thüringen – ihre diesjährige Veranstaltung unter das Leitthema „Und Friede auf Erden?“. In gewohnter Weise wurde das Thema an drei Abenden aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet – diesmal aus geschichtlichem, systematischem und seelsorglichem Blickwinkel.