Unermüdliche Forschung am älteren lateinischen Bibeltext – zum 75. Geburtstag des Vetus Latina-Instituts Beuron

Unermüdliche Forschung am älteren lateinischen Bibeltext – zum 75. Geburtstag des Vetus Latina-Instituts Beuron

Im Jahr 1945, nach Ende des Zweiten Weltkriegs, errichtete Erzabt Benedikt Baur OSB (1877–1963) in Beuron ein Institut für die Vorbereitung einer Edition der Reste des älteren lateinischen Bibeltextes, dessen Anfänge in der Zeit vor Hieronymus liegen. Das Vetus Latina-Institut Beuron und die von ihm verantwortete Edition ist noch heute das international bedeutendste und renommierteste Forschungsvorhaben zum lateinischen Bibeltext. Seit 2014 ist Thomas Johann Bauer von der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Erfurt als Wissenschaftlicher Leiter für Institut und Edition verantwortlich. Zum Jubiläum des Instituts gibt er einen Einblick in seine Forschungsarbeit und Geschichte.

Publikation: Themenheft “Theologische Schlaglichter auf Corona” erschienen

Publikation: Themenheft “Theologische Schlaglichter auf Corona” erschienen

Wie kann die Pandemie uns helfen, uns auf das ‘Wesentliche’ zu besinnen? Kann Corona ein Weckruf sein? Und kann der scheinbar sinnlosen Seuche doch ein Sinn gegeben werden? In zahlreichen Beiträgen haben sich Wissenschaftler*innen der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Erfurt der Corona-Pandemie aus theologischer Sicht genähert. Nun sind die Beiträge in einem Themenheft gesammelt erschienen.

„Solidarität mit mehr Bedeutung versehen“ – Sommerakademie denkt über die Zukunft Europas nach

„Solidarität mit mehr Bedeutung versehen“ – Sommerakademie denkt über die Zukunft Europas nach

„Wir haben in den letzten Jahrzehnten festgestellt, dass Europa zunehmend in einer Krise ist“, konstatiert der Erfurter Philosoph Prof. Dr. Dr. Holger Zaborowski. „Ein Grund dafür ist, dass zwar Solidarität ein viel beschworener Wert Europas ist. Dass aber auf der konkreten Ebene des Verhältnisses der europäischen Länder zueinander – aber auch innerhalb dieser Länder – oft ein Mangel an Solidarität festzustellen ist.“ Nach dem Stellenwert von Solidarität und Verantwortung in der Europäischen Union fragte daher die Sommerakademie „Koordinaten Europas #1“, die vom 2. bis 8. August in Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern stattfand.

Begleitband zur Ausstellung „Zeichnung und Verantwortung“ erschienen

Begleitband zur Ausstellung „Zeichnung und Verantwortung“ erschienen

Im rheinland-pfälzischen Montabaur ist am Wochenende die Ausstellung „Zeichnung und Verantwortung“ mit Werken des Künstlerduos „Drushba Pankow“ eröffnet worden. Hinter dem Künstlernamen verbirgt sich eine Arbeitsgemeinschaft der Berliner Illustratoren Alexandra Kardinar und Volker Schlecht. In ihrer Ausstellung zeigen sie Arbeiten aus mehr als 20 Jahren Tätigkeit als Illustratoren, Grafikdesigner und Filmemacher. Die Schau ist Teil der Reihe „Denkbares“, veranstaltet von Prof. Dr. Dr. Holger Zaborowski, Professor für Philosophie an der Universität Erfurt, und Martin Ramb, Abteilungsleiter für Religionspädagogik, Medien und Kultur im Bischöflichen Ordinariat des Bistums Limburg. Gemeinsam haben sie einen Begleitband zur Ausstellung herausgegeben.

Die Stunde Europas, die Stunde der Solidarität – Holger Zaborowski über die Pandemie als Prüfstein der europäischen Idee

Die Stunde Europas, die Stunde der Solidarität – Holger Zaborowski über die Pandemie als Prüfstein der europäischen Idee

“Die Gefahr ist groß, dass Europa vielleicht nicht an Corona, aber mit Corona stirbt”, meint Prof. Dr. Dr. Holger Zaborowski. Kritisch beäugt der Philosoph der Universität Erfurt das Verhalten Europas und seiner Mitgliedstaaten angesichts der Covid-19-Pandemie. Doch kann “diese Zeit der Krise auch die Stunde Europas sein”, sagt er – nämlich dann, wenn Europa aus dem Geist der Solidarität heraus neu gedacht wird.

Neue Publikation: “Auf dem Weg zum Kreuz”

Neue Publikation: “Auf dem Weg zum Kreuz”

„Auf dem Weg zum Kreuz. Meditationen in Zeiten der Corona-Pandemie“ – so lautet der Titel eines neuen Sammelbandes von Prof. Dr. Dr. Holger Zaborowski, Professor für Philosophie an der Katholisch-Theologischen Fakultät an der Uni Erfurt, und Martin Ramb, Abteilungsleiter Religionspädagogik im Bischöflichen Ordinariat Limburg, der am 15. Juli im EOS Verlag erschienen ist. Der Band vereint theologische Texte und Gedanken zu Herausforderungen und Chancen der Pandemie.

Neue Podcastreihe “Lost in Corona” stellt sich den Fragen der Krise

Neue Podcastreihe “Lost in Corona” stellt sich den Fragen der Krise

Die Corona-Krise – sie ist mehr als eine Zahl von Neuinfektionen oder die Diskussion um Schutzmaßnahmen. In vielfacher Hinsicht wirft sie gesellschaftlich relevante Fragen auf und stellt uns vor wegweisende Entscheidungen für die Zukunft. Genau darüber diskutieren Expert*innen in der Reihe “Lost in Corona” im Podcast “Hörenswertes im Bistum Erfurt”, einer Kooperation der Katholisch-Theologischen Fakultät der Uni Erfurt und des Bistums Erfurt. Die erste Folge mit Prof. Dr. Dr. Holger Zaborowski, Professor für Philosophie an der Uni Erfurt, zum Thema “Recht und Ethik” ist heute erschienen.

Neue Publikation: “Amt – Macht – Liturgie”

Neue Publikation: “Amt – Macht – Liturgie”

Dass religiöse Rituale durchaus Mittel der Macht sein können, ist in der Ritualforschung unumstritten. Dass auch christliche Liturgie und die Frage von Macht in der Kirche zusammenhängen, ist bislang weniger im Blick, wird aber im Zusammenhang der Krise der katholischen Kirche zum Thema. Die Dogmatikerin Julia Knop und der Liturgiewissenschaftler Benedikt Kranemann, beide Universität Erfurt, haben zusammen mit dem Salzburger Fundamentaltheologen Gregor Maria Hoff gerade einen Sammelband vorgelegt, der aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Blickwinkeln den Zusammenhang von Liturgie, Macht und kirchlichen Transformationsprozessen untersucht.

Von “Kirche im Aufbruch” nichts zu spüren – Arbeitsgemeinschaft Katholische Dogmatik und Fundamentaltheologie positioniert sich zur Debatte um die Priesterausbildung

Von “Kirche im Aufbruch” nichts zu spüren – Arbeitsgemeinschaft Katholische Dogmatik und Fundamentaltheologie positioniert sich zur Debatte um die Priesterausbildung

Die Arbeitsgemeinschaft Katholische Dogmatik und Fundamentaltheologie hält die DBK-Pläne zur Neugestaltung der Priesterausbildung „nicht zuletzt aus ekklesiologischen Gründen für problematisch.“ Dies äußerten die Forscher*innen jüngst in einer öffentlichen Stellungnahme. Geleitet wird die Arbeitsgemeinschaft von der Erfurter Dogmatikerin Prof. Dr. Julia Knop sowie dem Salzburger Fundamentaltheologen Prof. Dr. Gregor Maria Hoff.

“Mutlose und feige Reförmchen” – Paul M. Zulehner kritisiert Pläne zur Neuausrichtung der Priesterausbildung

“Mutlose und feige Reförmchen” – Paul M. Zulehner kritisiert Pläne zur Neuausrichtung der Priesterausbildung

Eine Arbeitsgruppe der Deutschen Bischofskonferenz denkt derzeit laut über die Neugestaltung der Priesterausbildung in Deutschland nach. Infolge der sinkenden Anwärter auf das Priesteramt soll die Ausbildung auf die Standorte München, Münster und Mainz zentriert werden. Doch „gegen den Vorschlag sind schwerwiegende Bedenken vorzubringen“, meint Prof. em. Dr. Dr. Paul M. Zulehner. Auf seinem persönlichen Blog denkt der Ehrendoktor der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Erfurt über „feige Reförmchen“ und eine „Kränkung“ des deutschen Ostens nach.