Gemeinschaftlich, örtlich, situativ: Die Statistik der katholischen Kirche provoziert Nachfragen zum Gottesdienst

Gemeinschaftlich, örtlich, situativ: Die Statistik der katholischen Kirche provoziert Nachfragen zum Gottesdienst

Im Durchschnitt haben nicht einmal 10% aller Katholikinnen und Katholiken in Deutschland zuletzt den Gottesdienst am Sonntag besucht. Eine solch geringe Zahl gibt Anlass dazu, über den Charakter liturgischer Feiern neu zu verhandeln, befindet Prof. Dr. Benedikt Kranemann. Für THEOLOGIE AKTUELL kommentiert er, welcher Form der Gottesdienst in einer pluralen Gesellschaft bedarf und wie die Liturgie damit zur Erneuerung der katholischen Kirche beitragen muss.

Jenseits einfacher Schablonen: Religion und komplexe Identitätsbildung

Jenseits einfacher Schablonen: Religion und komplexe Identitätsbildung

Bei den diesjährigen Salzburger Hochschulwochen ist Dominique-Marcel Kosack, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Dogmatik an der Universität Erfurt, mit dem ersten Publikumspreis ausgezeichnet worden. In seinem Vortrag ging er der Frage nach, welchen Einfluss Religion auf die individuelle Identitätsbildung habe und kam zu dem Schluss: “Religiöse Anschauung liefert keine Schablone für die Ausbildung fester Identitäten.” Für THEOLOGIE AKTUELL legt er seine Überlegungen nochmals dar.

“Nicht nur die Praxis, auch die Theorie muss auf den Prüfstand”​: Kommentar auf den synodalen Weg und das Reformpotential der katholischen Kirche

“Nicht nur die Praxis, auch die Theorie muss auf den Prüfstand”​: Kommentar auf den synodalen Weg und das Reformpotential der katholischen Kirche

Die katholische Kirche hat ein Imageproblem. Selbiges kostet sie nicht nur Mitglieder, sondern auch Glaubwürdigkeit. Als Reaktion auf den Missbrauchsskandal hat die deutsche Bischofsversammlung im Frühjahr 2019 den sogenannten “synodalen Weg” beschlossen. Er soll Reformprozesse anstoßen und damit zur Erneuerung der katholischen Kirche in Deutschland beitragen. Vorbereitet wird er derzeit durch mehrere Arbeitskreise, die sich einschlägigen Themen wie Sexualmoral, Priesterliche Lebensform und Frauen in Diensten und Ämtern der Kirche widmen. Am Arbeitskreis zum Thema “Macht, Partizipation und Gewaltenteilung” ist auch die Erfurter Dogmatikerin, Prof. Dr. Julia Knop, beteiligt. Für THEOLOGIE AKTUELL hat sie über Chancen des synodalen Weges sowie das Reformpotential der katholischen Kirche in Deutschland nachgedacht.

Keine Krise der Kirche, sondern eine Krise des Evangeliums – Erich-Kleineidam-Preis 2018 an Jan Loffeld verliehen

Keine Krise der Kirche, sondern eine Krise des Evangeliums – Erich-Kleineidam-Preis 2018 an Jan Loffeld verliehen

Die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Erfurt hat den Erich-Kleineidam-Preis 2018 an Prof. Dr. Jan Loffeld verliehen. Der Pastoraltheologe erhielt den Preis für seine Habiliationsschrift “Der nicht notwendige Gott. Die Erlösungsdimension als Krise und Kairos des Christentums inmitten seines säkularen Bedeutungsverlustes”. Die Übergabe der Auszeichnung erfolgte am 2. Juli im Rahmen seiner Habilitationsvorlesung zum Thema “‘Dem Volk auf`s Maul schauen!” (Martin Luther) Heterogenität und Solidarität als wichtige Navigationskoordinaten des ‘synodalen Weges'”.

Die Ehe – ein ganz spezieller Fall: Theologische Perspektiven und aktuelle Fragen zur Sakramentalität der Ehe

Die Ehe – ein ganz spezieller Fall: Theologische Perspektiven und aktuelle Fragen zur Sakramentalität der Ehe

Am 2. Juli feierte das Interdiözesane Offizialat Erfurt sein 40-jähriges Bestehen. Als Kirchengericht beschäftigt sich das Offizialat mit der Annullierung ehelicher Beziehungen, denn eine “Scheidung” der Ehe, die nach den Grundsätzen der katholischen Kirche als Sakrament gilt, ist nicht möglich. Die Professur für Dogmatik der Universität Erfurt, unter Leitung von Prof. Dr. Julia Knop, nahm das Jubiläum zum Anlass für einen Studientag. Er warf theologische Schlaglichter auf die Sakramentalität der Ehe und fragte nach den Bedingungen für ein zeitgemäßes kirchliches Eheverständnis.

“Der perfekte Mensch ist der Mensch, der verletzlich ist”: Prof. Dr. Roman Globokar zu Gast am Theologischen Forschungskolleg

“Der perfekte Mensch ist der Mensch, der verletzlich ist”: Prof. Dr. Roman Globokar zu Gast am Theologischen Forschungskolleg

Seit dem 17. Juni hat das Theologische Forschungskolleg der Universität Erfurt einen neuen Fellow: Prof. Dr. Roman Globokar aus Ljubljana forscht als Gastwissenschaftler zum Thema Transhumanismus. Er betrachtet Risiken, die mit der „Verbesserung“ des Menschen durch biotechnologischen Fortschritt einhergehen. In Erfurt sucht der Moraltheologe und Sozialethiker nun den fachlichen Austausch mit Kolleginnen und Kollegen des Max-Weber-Kollegs sowie der Katholisch-Theologischen Fakultät.

An Gegenwart und Zukunft mitbauen: Katholisch-Theologische Fakultät gratuliert zu 25 Jahren Bistum Erfurt

An Gegenwart und Zukunft mitbauen: Katholisch-Theologische Fakultät gratuliert zu 25 Jahren Bistum Erfurt

Nicht nur die Universität Erfurt feiert 2019 ihr 25-jähriges Bestehen. Auch das Bistum Erfurt blickt in diesem Jahr auf seine Gründung vor exakt einem Vierteljahrhundert zurück: Am 14. Juni 1994 wurde durch einen Vertrag zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Freistaat Thüringen der rechtliche Grundstein zur Bistumsgründung gelegt. Wenige Wochen darauf, am 8. Juli, folgte die offizielle Erhebung des zuvor Bischöflichen Amtes Erfurt-Meinungen zum Bistum Erfurt durch die Apostolische Konstitution Quo aptius. Prof. Dr. Dr. Thomas Johann Bauer, Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät, gratulierte Bischof Dr. Ulrich Neymeyr zu diesem Anlass kürzlich in einem Glückwunschschreiben.

Gedenken an SED-Unrecht: Wie wurden Christinnen und Christen in der DDR diskriminiert?

Gedenken an SED-Unrecht: Wie wurden Christinnen und Christen in der DDR diskriminiert?

Am heutigen 17. Juni gedenkt Thüringen der Opfer des SED-Unrechts. Damit soll an all jene erinnert werden, die im “Arbeiter-und-Bauern-Staat” unter Repressalien und Diskriminierung zu leiden hatten. Davon betroffen waren auch Christinnen und Christen. Bis heute stellen sie, auch in Folge der kirchenfeindlichen Politik der Sozialistischen Einheitspartei, eine Minderheit in den neuen Bundesländern dar. Wie genau gestaltete sich die Diskriminierung und was tut die Forschung heute dafür, dieses Unrecht aufzuarbeiten? Darüber hat Dr. Martin Fischer, Kirchenhistoriker an der Forschungsstelle für kirchliche Zeitgeschichte an der Universität Erfurt (FKZE), für THEOLOGIE AKTUELL nachgedacht.

“Europa ist auch eine Chance für die Kirchen” – Internationale Tagung zum Thema “Das Christentum und die europäische Idee heute”

“Europa ist auch eine Chance für die Kirchen” – Internationale Tagung zum Thema “Das Christentum und die europäische Idee heute”

Als Projekt des Friedens und der Völkerverständigung erbaut, hat die europäische Union durchaus christliche Wurzeln. Doch gerade in Mittel- und Osteuropa scheint sich die katholische Kirche stellenweise zunehmend von Europa zu entfremden. Zu diesem Schluss kamen jüngst die Organisator*innen einer internationalen Tagung in Belgien: Prof. Dr. Walter Lesch aus Louvain-la-Neuve sowie von Erfurter Seite das Leitungsteam des Theologischen Forschungskollegs, Prof. Dr. Julia Knop, Prof. Dr. Benedikt Kranemann, Prof. Dr. Jörg Seiler und Dr. Sebastian Holzbrecher. Was kann die katholische Kirche aus der weltanschaulichen Vielfalt Europas lernen – und welchen aktiven Beitrag kann sie in Europa einbringen?