“Vom Potential des scheinbar Fremden” – Förderpreis der Fakultät 2019 an Lukas Hennecke verliehen

“Vom Potential des scheinbar Fremden” – Förderpreis der Fakultät 2019 an Lukas Hennecke verliehen

Im Rahmen ihres Patronatsfestes “Albertus Magnus” hat die Katholisch-Theologische Fakultät auch in diesem Jahr wieder ihren Förderpreis verliehen. Ausgezeichnet wurde Lukas Hennecke für seine Magisterarbeit zum Thema “Einheit in Synodalität? – Römisch-katholisch/orthodoxer Dialog zu Kirche und Kircheneinheit”. Für THEOLOGIE AKTUELL resümiert der Preisträger die Ergebnisse seiner Arbeit. Weiterhin sehen Sie hier die Preisverleihung im Video.

Berater, statt Wächter: Prof. Dr. Josef Römelt über die Aufgabe Klinischer Ethikkomitees

Berater, statt Wächter: Prof. Dr. Josef Römelt über die Aufgabe Klinischer Ethikkomitees

Wer medizinische Fragen diskutiert kommt häufig nicht umhin sich auch mit Belangen der Moral und Ethik auseinanderzusetzen. Die Frage danach, was Ärztinnen und Ärzte dürfen – und was nicht – schürt dabei schnell Verunsicherung. Prof. Dr. Josef Römelt, Moraltheologe an der Universität Erfurt, berät als Mitglied verschiedener Klinischer Ethikkomitees die Krankenhäuser der Stadt Erfurt und ihr Personal in eben solchen Fällen. Für THEOLOGIE AKTUELL berichtet er von seiner Arbeit.

Prof. Dr. Dr. Thomas Johann Bauer zum neuen Dekan der Sectio Theologica der Bayerischen Benediktinerakademie gewählt

Prof. Dr. Dr. Thomas Johann Bauer zum neuen Dekan der Sectio Theologica der Bayerischen Benediktinerakademie gewählt

Bei der Jahrestagung der Bayerischen Benediktinerakademie am 9. November in München wurde Prof. Dr. Dr. Thomas Johann Bauer (Exegese und Theologie des Neuen Testaments) zum neuen Dekan der Sectio Theologica der Akademie gewählt. Prof. Bauer wurde 2017 als außerordentliches Mitglied in die Akademie gewählt.

“Mein Herz ist mit Erfurt verbunden” – Tomáš Halík erhält Bundesverdienstkreuz

“Mein Herz ist mit Erfurt verbunden” – Tomáš Halík erhält Bundesverdienstkreuz

Dem tschechischen Theologen Prof. Dr. Tomáš Halík ist am 21. Oktober in der deutschen Botschaft in Prag das Bundesverdienstkreuz erster Klasse verliehen worden. Halík hatte 1978 in Erfurt die geheime Priesterweihe empfangen. Seit 2014 ist er außerdem Ehrendoktor der Universität Erfurt. Für “Theologie Aktuell” erinnert sich Prof. Dr. Michael Gabel an einen außergewöhnlichen Theologen sowie dessen Verbundenheit mit Erfurt.

Prof. Dr. Jörg Seiler ist neuer Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät

Prof. Dr. Jörg Seiler ist neuer Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät

Im Fakultätsrat vom 1. Oktober wurde Prof. Dr. Jörg Seiler zum neuen Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Erfurt gewählt. Am Mittwoch erfolgte nun die offizielle Ernennung durch das Präsidium der Universität. Der Kirchenhistoriker übernimmt das Amt von Prof. Dr. Dr. Thomas Johann Bauer, der der Fakultät seit 2017 vorstand. Für “Theologie Aktuell” legt er dar, welche Themen und Ziele ihm als neuen Dekan wichtig sind.

War Jesus von Nazaret verheiratet? – Das “Evangelium von der Ehefrau Jesu” und die Rolle der Frau in der frühen Jesus-Bewegung

War Jesus von Nazaret verheiratet? – Das “Evangelium von der Ehefrau Jesu” und die Rolle der Frau in der frühen Jesus-Bewegung

Auch im Blick auf Jesus von Nazaret und die Anfänge der Kirche sind Verschwörungstheorien beliebt. Im Zentrum solcher Theorien und Spekulationen stehen oft sogenannte “apokryphe Evangelien”. Die geläufige Bezeichnung als “apokryph” (d.h. geheim oder verborgen) mag bereits Anlass für das Urteil sein, dass sich in diesen Texten eine geheime und unterdrückte “Wahrheit” finden lasse. Dies betrifft insbesondere auch die Frage nach der Rolle der Frau in der frühen Jesus-Bewegung. Unter diesem Vorzeichen fand in den letzten Jahren ein Text Aufmerksamkeit, der unter dem vielversprechenden Titel “Evangelium von der Ehefrau Jesu” publiziert wurde. Über Inhalt und Bedeutung des Textes, schreibt Prof. Dr. Dr. Thomas Johann Bauer.

Vereinigung der Arbeitsgemeinschaften für Katholische Theologie: Erklärung angesichts des Überfalls auf die Synagoge in Halle

Vereinigung der Arbeitsgemeinschaften für Katholische Theologie: Erklärung angesichts des Überfalls auf die Synagoge in Halle

Die Vereinigung der Arbeitsgemeinschaften für Katholische Theologie hat Stellung zum Überfall auf eine Synagoge in Halle am 9. Oktober bezogen. Professorinnen und Professoren der katholischen Theologie sehen sich demnach in der Verantwortung “antijüdische Denkmuster […] aufzudecken und zu widerlegen.” Die vollständige Erklärung der Vereinigung, der Prof. Dr. Norbert Clemens Baumgart als stellvertretender Vorsitzender angehört, lesen Sie hier.

“Viele sprachen vielleicht das erste Mal in ihrem Leben ein Vaterunser”: Die Bedeutung der Friedensgebete für die Friedliche Revolution 1989

“Viele sprachen vielleicht das erste Mal in ihrem Leben ein Vaterunser”: Die Bedeutung der Friedensgebete für die Friedliche Revolution 1989

Heute vor 30 Jahren gingen mehr als 70.000 Menschen in Leipzig auf die Straße, um gegen die SED-Diktatur im “Arbeiter-und-Bauern-Staat” zu protestieren. Die Geschichte der sogenannten „Montagsdemonstrationen“ ist dabei untrennbar mit den “Friedensgebeten” verbunden, die bereits seit den frühen 1980er-Jahren in der Leipziger Nikolaikirche stattfanden. Tausende Menschen nahmen an ihnen teil – viele davon keine Christinnen und Christen. Doch warum? Was sprach Menschen ohne jegliches religiöse Bekenntnis an dem Konzept der Friedensgebete an? Wie wurden sie gestaltet, um auch kirchenfernen Menschen die Teilhabe zu ermöglichen? Und welche Rolle haben damit die christlichen Kirchen in der Friedlichen Revolution insgesamt gespielt? Darüber schreibt Dr. Martin Fischer, Kirchenhistoriker an der Forschungsstelle für kirchliche Zeitgeschichte an der Universität Erfurt (FKZE), im folgenden Beitrag.

Gemeinschaftlich, örtlich, situativ: Die Statistik der katholischen Kirche provoziert Nachfragen zum Gottesdienst

Gemeinschaftlich, örtlich, situativ: Die Statistik der katholischen Kirche provoziert Nachfragen zum Gottesdienst

Im Durchschnitt haben nicht einmal 10% aller Katholikinnen und Katholiken in Deutschland zuletzt den Gottesdienst am Sonntag besucht. Eine solch geringe Zahl gibt Anlass dazu, über den Charakter liturgischer Feiern neu zu verhandeln, befindet Prof. Dr. Benedikt Kranemann. Für THEOLOGIE AKTUELL kommentiert er, welcher Form der Gottesdienst in einer pluralen Gesellschaft bedarf und wie die Liturgie damit zur Erneuerung der katholischen Kirche beitragen muss.

Jenseits einfacher Schablonen: Religion und komplexe Identitätsbildung

Jenseits einfacher Schablonen: Religion und komplexe Identitätsbildung

Bei den diesjährigen Salzburger Hochschulwochen ist Dominique-Marcel Kosack, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Dogmatik an der Universität Erfurt, mit dem ersten Publikumspreis ausgezeichnet worden. In seinem Vortrag ging er der Frage nach, welchen Einfluss Religion auf die individuelle Identitätsbildung habe und kam zu dem Schluss: “Religiöse Anschauung liefert keine Schablone für die Ausbildung fester Identitäten.” Für THEOLOGIE AKTUELL legt er seine Überlegungen nochmals dar.