“Wir müssen Haltung zeigen”: Neue Veranstaltungsreihe “Theologie im Gespräch” erfolgreich im Erfurter Rathaus gestartet

“Wir müssen Haltung zeigen”: Neue Veranstaltungsreihe “Theologie im Gespräch” erfolgreich im Erfurter Rathaus gestartet

Am vergangenen Mittwoch haben die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Erfurt und das Katholische Forum im Land Thüringen gemeinsam ihre neue Veranstaltungsreihe “Theologie im Gespräch” im Erfurter Rathaus eröffnet. Über 120 Gäste waren im Festsaal erschienen, um mit Vertreterinnen und Vertretern aus Bundes- und Landespolitik über aktuelle gesellschaftliche und politische Entwicklungen zu diskutieren.

Ein “Orientierungsmaßstab”: Politikempfehlungen der christlichen Sozialethik

Ein “Orientierungsmaßstab”: Politikempfehlungen der christlichen Sozialethik

Im November 2018 laden die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Erfurt und das Katholische Forum im Land Thüringen erstmals zu ihrer neuen Veranstaltungsreihe “Theologie im Gespräch” ein. Am Vorabend des Wahljahres 2019 wollen Theolog*innen, Politiker*innen und Bürger*innen über die Frage “In was für einer Welt wollen wir leben?” ins Gespräch kommen und dabei die Perspektiven einer Gesellschaft im Wandel reflektieren. Für THEOLOGIE AKTUELL hat die Theologin und Diskussionsteilnehmerin Prof. Dr. Elke Mack bereits vorab festgehalten, welche sozialethischen Anforderungen sie an politische Akteur*innen und ihre Parteien stellt.

“Kirche braucht ein echtes und aufrechtes mea culpa” – Machtmissbrauch und Reformbedarf in der katholischen Kirche

“Kirche braucht ein echtes und aufrechtes mea culpa” – Machtmissbrauch und Reformbedarf in der katholischen Kirche

„Um uns ist und wird es dunkel, und Finsternis bedeckt die Erde“, befindet Prof. Dr. Dr. Thomas Johann Bauer, Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Erfurt, über die aktuelle weltpolitische Lage. In seiner Ansprache anlässlich der Eröffnung des neuen Wintersemesters wandte sich Bauer insbesondere an alle Studienanfängerinnen und -anfänger. Er formulierte die Hoffnung, sie mögen zu „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wahrheit werden und zu mutigen Streiterinnen und Streitern mitten in der Finsternis des Irrtums und der Lüge.“ Bauer verwies dabei sowohl auf politischer als auch auf kirchlicher Bühne auf Strukturverfall und akuten Reformbedarf.

Religionsfreiheit – Glaubensfreiheit: Einblicke in die aktuelle Ausgabe von “Theologie der Gegenwart” (3/2018)

Religionsfreiheit – Glaubensfreiheit: Einblicke in die aktuelle Ausgabe von “Theologie der Gegenwart” (3/2018)

Das deutsche Grundgesetz garantiert uns die Religionsfreiheit. Niemand wird durch den Staat zu einem religiösen Bekenntnis oder einer spezifischen Weltanschauung gezwungen. Doch wie “frei” sind wir in unser Entscheidung wirklich? Können wir selbstbestimmt “wählen”, woran wir glauben? Und was bedeutet es, wenn wir uns von diesem Glauben abwenden? Danach fragt die aktuelle Ausgabe der Schriftreihe “Theologie der Gegenwart”.

“Jeder kann in eine Notlage geraten” – Plädoyer für die Widerspruchsregelung bei Organspenden

“Jeder kann in eine Notlage geraten” – Plädoyer für die Widerspruchsregelung bei Organspenden

Die Deutschen spenden nur zögerlich ihre Organe. Von einer Million stellen sich hierzulande nur knapp 10 Menschen der Medizin zur Verfügung – zu wenige für die 10.000 Patient*innen auf den Wartelisten. Dem will Gesundheitsminister Jens Spahn mit seinem Entwurf zur Widerspruchslösung entgegenwirken. Die Deutsche Bischofskonferenz sowie das Zentralkomitee der Deutschen Katholiken kritisieren die Idee. Adrian Magnucki, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Sozialethik an der Universität Erfurt und selbst Organempfänger, plädiert für den Vorschlag. Nur so ließen sich die Potentiale der Organspende optimal nutzen.

“Das Volk Gottes nicht ausstechen” – wider den Klerikalismus in der Liturgie

“Das Volk Gottes nicht ausstechen” – wider den Klerikalismus in der Liturgie

Nicht erst seit gestern befindet sich die Katholische Kirche in einer bedrohlichen Glaubwürdigkeitskrise. Die MHG-Studie, die das Ausmaß sexuellen Missbrauchs Minderjähriger durch Kleriker mit schockierenden Zahlen dargelegt hat, befeuert dieses Misstrauen weiter. Doch es geht nicht nur um einzelne “schwarze Schafe”. Tiefgreifende Strukturen fördern den Machtmissbrauch, befindet unser Liturgiewissenschaftler Prof. Dr. Benedikt Kranemann. Er kritisiert den “Klerikalismus” und fordert die Liturgie als freien Raum für alle Gläubigen zurück.

In tiefer Not: Öffentliche Trauerfeiern, die Liturgie und die plurale Gesellschaft

In tiefer Not: Öffentliche Trauerfeiern, die Liturgie und die plurale Gesellschaft

“Not lehrt beten”, behauptet der Volksmund. Doch wie sehen diese Gebete aus, wenn sie nicht von einer in sich geschlossenen Glaubensgemeinschaft gesprochen werden? Wenn stattdessen Christen, Juden, Muslime und sogar Menschen ohne Glaubensbekenntnis im Gedenken zusammenkommen? Mit eben dieser Frage beschäftigt sich seit 2014 ein Forschungsprojekt an der Universität Erfurt. Für THEOLOGIE AKTUELL gibt Projektleiter Prof. Dr. Benedikt Kranemann Einblicke in die laufende Forschung zu den „disaster rituals“ und erläutert, wie sich kirchliche Liturgie angesichts einer pluralen Gesellschaft weiterentwickeln muss.

“Eine Kirche ohne Sendung, ohne Auftrag ist zahnlos”

“Eine Kirche ohne Sendung, ohne Auftrag ist zahnlos”

Seit kurzem hat die Kirche Deutschlands den Missionsbegriff neu entdeckt. Mit den Herausforderungen und Rahmenbedingungen des Missionsverständnisses in einer säkularen und/oder atheistischen Kultur, setzte sich im Sommersemester 2018 auch das Seminar „Missionarische Pastoral“ an der Universität Erfurt auseinander. Hans-Herrmann Pompe vom EKD-Zentrum für Mission in der Region Dortmund war dafür am 3. Juli als Fachreferent zu Gast in Erfurt. Für THEOLOGIE AKTUELL legt er sein Verständnis von Mission dar und spricht über aktuelle Probleme der Kirche im Sendungsauftrag.