Keine Krise der Kirche, sondern eine Krise des Evangeliums – Erich-Kleineidam-Preis 2018 an Jan Loffeld verliehen

Keine Krise der Kirche, sondern eine Krise des Evangeliums – Erich-Kleineidam-Preis 2018 an Jan Loffeld verliehen

Die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Erfurt hat den Erich-Kleineidam-Preis 2018 an Prof. Dr. habil. Jan Loffeld verliehen. Der Pastoraltheologe erhielt den Preis für seine Habiliationsschrift “Der nicht notwendige Gott. Die Erlösungsdimension als Krise und Kairos des Christentums inmitten seines säkularen Bedeutungsverlustes”. Die Übergabe der Auszeichnung erfolgte am 2. Juli im Rahmen seiner Habilitationsvorlesung zum Thema “‘Dem Volk auf`s Maul schauen!” (Martin Luther) Heterogenität und Solidarität als wichtige Navigationskoordinaten des ‘synodalen Weges'”.

Die Ehe – ein ganz spezieller Fall: Theologische Perspektiven und aktuelle Fragen zur Sakramentalität der Ehe

Die Ehe – ein ganz spezieller Fall: Theologische Perspektiven und aktuelle Fragen zur Sakramentalität der Ehe

Am 2. Juli feierte das Interdiözesane Offizialat Erfurt sein 40-jähriges Bestehen. Als Kirchengericht beschäftigt sich das Offizialat mit der Annullierung ehelicher Beziehungen, denn eine “Scheidung” der Ehe, die nach den Grundsätzen der katholischen Kirche als Sakrament gilt, ist nicht möglich. Die Professur für Dogmatik der Universität Erfurt, unter Leitung von Prof. Dr. Julia Knop, nahm das Jubiläum zum Anlass für einen Studientag. Er warf theologische Schlaglichter auf die Sakramentalität der Ehe und fragte nach den Bedingungen für ein zeitgemäßes kirchliches Eheverständnis.

“Der perfekte Mensch ist der Mensch, der verletzlich ist”: Prof. Dr. Roman Globokar zu Gast am Theologischen Forschungskolleg

“Der perfekte Mensch ist der Mensch, der verletzlich ist”: Prof. Dr. Roman Globokar zu Gast am Theologischen Forschungskolleg

Seit dem 17. Juni hat das Theologische Forschungskolleg der Universität Erfurt einen neuen Fellow: Prof. Dr. Roman Globokar aus Ljubljana forscht als Gastwissenschaftler zum Thema Transhumanismus. Er betrachtet Risiken, die mit der „Verbesserung“ des Menschen durch biotechnologischen Fortschritt einhergehen. In Erfurt sucht der Moraltheologe und Sozialethiker nun den fachlichen Austausch mit Kolleginnen und Kollegen des Max-Weber-Kollegs sowie der Katholisch-Theologischen Fakultät.

An Gegenwart und Zukunft mitbauen: Katholisch-Theologische Fakultät gratuliert zu 25 Jahren Bistum Erfurt

An Gegenwart und Zukunft mitbauen: Katholisch-Theologische Fakultät gratuliert zu 25 Jahren Bistum Erfurt

Nicht nur die Universität Erfurt feiert 2019 ihr 25-jähriges Bestehen. Auch das Bistum Erfurt blickt in diesem Jahr auf seine Gründung vor exakt einem Vierteljahrhundert zurück: Am 14. Juni 1994 wurde durch einen Vertrag zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Freistaat Thüringen der rechtliche Grundstein zur Bistumsgründung gelegt. Wenige Wochen darauf, am 8. Juli, folgte die offizielle Erhebung des zuvor Bischöflichen Amtes Erfurt-Meinungen zum Bistum Erfurt durch die Apostolische Konstitution Quo aptius. Prof. Dr. Dr. Thomas Johann Bauer, Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät, gratulierte Bischof Dr. Ulrich Neymeyr zu diesem Anlass kürzlich in einem Glückwunschschreiben.

Gedenken an SED-Unrecht: Wie wurden Christinnen und Christen in der DDR diskriminiert?

Gedenken an SED-Unrecht: Wie wurden Christinnen und Christen in der DDR diskriminiert?

Am heutigen 17. Juni gedenkt Thüringen der Opfer des SED-Unrechts. Damit soll an all jene erinnert werden, die im “Arbeiter-und-Bauern-Staat” unter Repressalien und Diskriminierung zu leiden hatten. Davon betroffen waren auch Christinnen und Christen. Bis heute stellen sie, auch in Folge der kirchenfeindlichen Politik der Sozialistischen Einheitspartei, eine Minderheit in den neuen Bundesländern dar. Wie genau gestaltete sich die Diskriminierung und was tut die Forschung heute dafür, dieses Unrecht aufzuarbeiten? Darüber hat Dr. Martin Fischer, Kirchenhistoriker an der Forschungsstelle für kirchliche Zeitgeschichte an der Universität Erfurt (FKZE), für THEOLOGIE AKTUELL nachgedacht.

“Europa ist auch eine Chance für die Kirchen” – Internationale Tagung zum Thema “Das Christentum und die europäische Idee heute”

“Europa ist auch eine Chance für die Kirchen” – Internationale Tagung zum Thema “Das Christentum und die europäische Idee heute”

Als Projekt des Friedens und der Völkerverständigung erbaut, hat die europäische Union durchaus christliche Wurzeln. Doch gerade in Mittel- und Osteuropa scheint sich die katholische Kirche stellenweise zunehmend von Europa zu entfremden. Zu diesem Schluss kamen jüngst die Organisator*innen einer internationalen Tagung in Belgien: Prof. Dr. Walter Lesch aus Louvain-la-Neuve sowie von Erfurter Seite das Leitungsteam des Theologischen Forschungskollegs, Prof. Dr. Julia Knop, Prof. Dr. Benedikt Kranemann, Prof. Dr. Jörg Seiler und Dr. Sebastian Holzbrecher. Was kann die katholische Kirche aus der weltanschaulichen Vielfalt Europas lernen – und welchen aktiven Beitrag kann sie in Europa einbringen?

Gott für alle und niemanden: Warum der weltanschaulich neutrale Staat religiöse Vielfalt fördert und fordert

Gott für alle und niemanden: Warum der weltanschaulich neutrale Staat religiöse Vielfalt fördert und fordert

Deutschland ist ein weltanschaulich neutraler Staat. Als solcher hat er ein vitales Interesse daran, religiöse Gemeinschaften zu fördern. Ein Widerspruch? Keinesfalls. Vielmehr eine logische Folge. Unter dem Titelthema “Nun sag, wie hast du’s mit der Religion?” widmeten sich die Erfurter Kreuzgang-Gespräche in diesem Jahr dem Verhältnis zwischen Staat und Kirche. Beleuchtet wurden die wechselseitigen Ansprüche sowie der demokratische Auftrag dieser Beziehung. Ein Rückblick.

“Unser Erfurt, unsere Regeln” – ein Kommentar zum Wahlkampfplakat der AfD

“Unser Erfurt, unsere Regeln” – ein Kommentar zum Wahlkampfplakat der AfD

Am kommenden Sonntag wählen die Thüringer Kommunen ihre Stadt- und Gemeinderäte. Der Wahlkampf dafür läuft auf Hochtouren – mit teils hochproblematischen Botschaften, findet Dr. Martin Fischer, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Forschungsstelle für kirchliche Zeitgeschichte Erfurt (FKZE). Seine Aufmerksamkeit hat insbesondere ein Wahlplakat der “Alternative für Deutschland” erregt: Es trägt die Aufschrift “Unser Erfurt, unsere Regeln!” und zeigt eine durchgestrichene Moschee.

“Das Geld muss dienen und nicht regieren!” – Rückblick auf die 5. Erfurter Debatte zu Wirtschaft und Glaube

“Das Geld muss dienen und nicht regieren!” – Rückblick auf die 5. Erfurter Debatte zu Wirtschaft und Glaube

Am 2. Mai folgten knapp 120 Interessierte der Einladung des Politischen Bildungsforums Thüringen der Konrad-Adenauer-Stiftung, sowie des Lehrstuhls für Kirchenrecht der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Erfurt und des Bundes Katholischer Unternehmer e.V. zur fünften Auflage der Veranstaltungsreihe “Erfurter Debatte zu Wirtschaft und Glaube”. In diesem Jahr stellten sich die Teilnehmer*innen die Frage, ob aktuelle Finanzwirtschaftssysteme den “Anforderungen von Ethik und Recht” noch genügen.